Dudweiler im 17. Jahrhundert

 

1611

Johann Krahe tritt sein Pfarramt in Dudweiler an Johannes Federlien ab.

 

1618

Beginn des 30-jährigen Krieges. Als Auslöser des Krieges gilt der Prager Fenstersturz vom 23. Mai 1618, mit dem der Aufstand der protestantischen böhmischen Stände offen ausbrach. Der Aufstand richtete sich hauptsächlich gegen den neuen böhmischen König Ferdinand von Steiermark (der die Rekatholisierung aller Länder der böhmischen Krone beabsichtigte), aber auch gegen den damaligen römisch-deutschen Kaiser Matthias.[1]

[1] Wikipedia abgerufen am 10.11.2020

 

1627

Kaiserliches Kriegsvolk rückt in Dudweiler ein und plündert die Bewohner. Oberstleutnant Orsbeck bezieht mit einem Teil des Kratzischen Regiments in Dudweiler Quartier

 

1628

In Dudweiler werden (ausgenommen Pfarrer, Schulmeister und Meier) 35 Haushaltungen und 3 Hirten gezählt.

Ein Schulmeister ist in Dudweiler beschäftigt.

 

1635

General Gallas zieht in Dudweiler ein und richtet große Verwüstungen an. In dieser Zeit trifft man in Dudweiler nur noch selten Menschen an. Rückgang der Bevölkerung bis auf 4 Untertanen.

 

1648

Ende des 30-jährigen Krieges durch die Unterzeichnung des Westfälischen Friedensvertrages.

Graf Gustav Adolf von Nassau-Saarbrücken ruft nach dem Friedensschluss die geflüchteten Bewohner zurück.

 

1668 (nach der örtlichen Überlieferung)

Entzündung eines Kohlenflözes und Entstehung des „Brennenden Berges“. Der Brand entstand vermutlich durch Selbstentzündung der Kohle.

 

1673

Französische Heere rücken in das Land ein und halten dieses bis 1697 besetzt.

 

1683

In Dudweiler übt die Herrschaft die hohe, mittlere und niedere Gerichtsbarkeit und andere allgemeine Rechte aus, außerdem das Recht des Heimfalls des besten Stückes Vieh oder von Hausrat an den Grundherrn nach dem Tode des Familienoberhaupts.

 

1684

Neuausfertigung des Zunftbriefs vom 12. November 1586 für die Dudweiler Kohlengruben.

 

1686

Johann Philipp Lekemann macht im Auftrag der Regierung eine Bestandsaufnahme von dem Dorf Dudweiler, die zugleich eine schlimme Bilanz über die zurückliegenden Kriegs‑ und Notzeiten vermittelt.

Die heutige „Scheidter Straße“ wird in einem Vermögensverzeichnis als "Klappergaß" be­zeichnet.

 

1691

Die Gräfin Eleonore Klara erteilt die Erlaubnis, in Dudweiler ein Alaunwerk anzulegen und hierbei die Kohlen der Gruben in der Nähe des "Brennenden Berges" zu benutzen

 

1697

Der Friede von Rijswijk beendet den 3. Eroberungskrieg des französischen Königs mit Spanien und dem Deutschen Kaiser, den Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688 - 1697), von dem auch unsere Gegend unmittelbar betroffen ist. Graf Ludwig Kraft von Nassau-Saarbrücken konnte danach wieder die Regentschaft übernehmen.