Dudweiler im 20. Jahrhundert - 1950 - 1960

 

1950

Baubeginn für mehrere Häuser in der Beethovenstraße. In der Humesgrube werden acht gemeindeeigene Häuser mit sechzehn Wohnungen für Wohnungslose gebaut.

 

1950

Es gibt in Dudweiler 150 Obdachlose, die in zum Teil menschenunwürdigen Behausungen wohnen müssen.

 

12.06.1950

Das Saarland wird eigenständiges Mitglied des Weltfußballverbandes FIFA und erhält eine eigene Nationalmannschaft. Maßgeblichen Anteil daran hat der Präsident des Saarländischen Fußballverbandes Hermann Neuberger.

 

01.07.1950

Bürgermeister Pitz schreibt einen Brandbrief an die Regierung des Saarlandes und beschreibt die katastrophalen Wohnbedingungen die in Dudweiler herrschen und bittet um Hilfe der Regierung.

 

13.07.1950

In ihrer Sitzung beschließen die Gemeindevertreter eine weitere Maßnahme, der Wohnungsnot zu begegnen. Sie bringen eine Aufstockungsaktion auf den Weg. Dadurch sollen mit Hilfe von öffentlichen Krediten die Hauseigentümer ermuntert werden, ihre Häuser aufzustocken und somit zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. In der nächsten Sitzung hat sich die Gemeinde verpflichtet, öffentliche Darlehen aus eigenen Mitteln für den sozialen Wohnungsbau zu gewähren. [1]

[1] Stadtarchiv Sbr. Gemeinde Dudweiler, Nr. 975, Sitzungsprotokolle des GR - 1950

 

August 1950

In der Augustsitzung verkündet der Bürgermeister die Eröffnung einer geburtshilflichen Station beim St. Josef Krankenhaus unter Leitung eines Frauenfacharztes. Der Fürsorgeausschuss des Gemeinderates soll sich von dem einwandfreien Zustand der Station in Bezug auf völlige Isolierung mit anderen Kranken überzeugen. Es ist erneut zu prüfen, was die Gründe waren, wegen denen vor Jahren die geburtshilfliche Station in St. Josef geschlossen wurde.[1]

[1] Stadtarchiv Sbr. Gemeinde Dudweiler, Nr. 975, Sitzungsprotokolle des GR - 1950

 

10.08.1950

Dudweiler hat 28.885 Einwohner, davon 800 Wohnungssuchende die in Schulhäusern, Baracken und sonstigen Notbehelfen untergebracht sind.[1]

[1] Chronik Mädchenschule

 

05.12.1950

Bei einer Viehzählung werden in unserem Ort 535 Ziegen bei 325 Haltern ermittelt. [1]

[1] Saarbrücken – Gemeinde Dudweiler, Nr. 645, „Ziegenhalter in Dudweiler“, eingesehen am 18.2.2020

 

Dezember 1950

In seiner Sitzung beschließt der Gemeinderat die Zahlung einer Anerkennungsgebühr von 3000 Franken an Herrn Heinrich Micka, Saarbrücker Str. 192, für die Unterbringung der gemeindeeigenen Ziegenböcke in einer Baracke (Deckstation) auf seinem Grundstück. Die Deckgebühr wird auf 500 Franken festgelegt.[1]

[1] Stadtarchiv Sbr. Gemeinde Dudweiler, Nr. 975, Sitzungsprotokolle des GR - 1950

 

1951

Der Wohnungsbau in Dudweiler wird weiter vorangetrieben.

In der Ringstraße und am Geisenberg werden zehn gemeindeeigene Häuser mit insgesamt 38 Wohnungen für sozialschwache Familien gebaut.

 

1951

Ein weiteres wichtiges Projekt für die Dudweiler Bevölkerung kommt zum Abschluss. Das Dudweiler Wasserwerk in Scheidt wird in Betrieb genommen.

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Dudweiler Wasserwerk in Scheidt

 

06.08.1951

Das normale Ende der Sommerferien wird wegen der ausgebrochenen spinalen Kinderlähmung um 6 Wochen auf den 01.10.1951 verschoben. Die Osterferien 1952 werden gekürzt. Die Kinder sind von der Kirchenbehörde vom Besuch der hl. Messe befreit. Alle Badeanstalten werden geschlossen, ebenso alle Kinos. Jugendliche unter 18 dürfen keine Gaststätte besuchen. Ausflugsorte und vieles mehr werden den Jugendlichen und Kindern verschlossen. Die Zahl der Erkrankten steigt ständig. Stand der Erkrankungsfälle am 24.9.51 – 275 Fälle, davon 189 Erkrankungsfälle, 6 Verdachtsfälle und 80 nicht bestätigte Verdachtsfälle. Die Weihnachts- und Pfingstferien werden gekürzt.[1]

[1] Chronik Mädchenschule

 

30.09.1951

Die wieder aufgebaute katholische Kirche St. Marien in Herrensohr wird durch den Weihbischof Dr. Stein feierlich eingeweiht.

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Einweihung Kirche St. Marien Herrensohr

 

November 1951

Die Volkszählung erbringt folgendes Ergebnis:

Dudweiler insgesamt: 27.837 Einwohner – davon

in Dudweiler 21.511

in Herrensohr 4.412

in Jägersfreude 1.651

in Camphausen 263

in Dudweiler gibt es 852 Arbeitsstätten in denen insgesamt 13.707 Personen beschäftigt sind.[1]

[1] Aufzeichnungen aus dem Lebensbereich der Großgemeinde Dudweiler 1959

 

1952

Der soziale Wohnungsbau der Gemeinde Dudweiler geht auch in diesem Jahr weiter. Sie baut 30 gemeindeeigene Häuser mit insgesamt 65 Wohnungen Am Bartenberg, Scheidter Straße, Gehlenberger Feld und in der Pfaffenkopfstraße.[1]

[1] Saam, Dudweiler 977 – 1977, S. 457

 

1952

Das neu erbaute „Nassauerhof-Theater“ in der Saarbrücker Straße 267 wird eröffnet. Es ist mit seiner besonderen Architektur und Ausstattung und mit seinen 920 Sitzplätzen das größte und schönste Kino in Dudweiler.[1]

[1] Arend, Die Lichtspieltheater von Dudweiler ....., Band 7 DGW, 2002, S. 65

 

1952

Die Neubauten in Dudweiler Süd bis hinauf zum Guckelsberg nehmen zu. Auch am Gehlenberg und Pfaffenkopf werden durch erhebliches Abholzen umfangreiche Baugrundstücke erschlossen.

 

01.01.1952

Der Saalanbau an der Gaststätte „Zum Goldenen Fass“ am Herrensohrer Weg, der von der katholischen Pfarrei St. Bonifatius als Notkirche genutzt wurde, musste infolge zunehmender Grubenschäden ganz abgerissen werden.(1)

[1] Chronik Mädchenschule

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"Zum Goldenen Fass" Notkirche im Anbau

 

01.01.1952

Die Notkirche der katholischen Pfarrei St. Barbara an der Rentrischer Straße wird eingeweiht.

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Notkirche St. Barbara

 

01.04.1952

Eine lange Bergbaugeschichte in Dudweiler geht zu Ende. Die Grube Hirschbach wird geschlossen, genau einhundert Jahre nach dem Bau der Skalleyschächte.

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Grube Hirschbach Dudweiler

 

 22.05.1952

In Dudweiler findet ein großer Empfang für die englische Fußballmannschaft Southend-Unithed, anlässlich ihres Spieles gegen die saarländische Olympiaauswahl statt.

 

15.06.1952

Im Gasthaus Hofmann-Högel, Bahnhofstraße 17 findet die Gründungsversammlung eines neuen Dudweiler Verkehrsvereins statt. Erster Vorsitzender wird Bürgermeister Pitz. Der Sitz des Vereins ist das Rathaus.

 

01.07.1952

Laut Beschluss der Regierung entfällt zukünftig die schriftliche Entlassungsprüfung für die Volksschulen.[1]

[1] Chronik Mädchenschule

 

Sommer 1952

 In den Schulferien wird die Markschule renoviert. Die Schulsäle und Flure werden gestrichen und die baufällige Holztreppe erneuert. Weiter werden dringend notwendige Schulmöbel und Anschauungsmaterial angeschafft.

 

19.07.1952 – 03.08.1952

In Helsinki finden die olympischen Sommerspiele statt. Bedingt durch den Sonderstatus schickt das Saarland eine eigene Olympiamannschaft nach Helsinki. Dabei ist auch der Dudweiler Turner (ASC) Arthur Schmitt. Schmitt ist selbständiger Stuckateurmeister. Er hat einen Betrieb in der Saarbrücker Straße in Dudweiler.

Olympiateilnehmer Saarland 1952 Helsinki - Turnerriege
Olympiateilnehmer Saarland 1952 Helsinki - Turnerriege

 

30.11.1952

Im Saarland finden Landtagswahlen statt. Hier das Wahlergebnis für Dudweiler:

Wahlberechtigt 18.732

Abgegebene Stimmen 17.606 = 94,0 %

Gültige Stimmen 13.958 = 79,3 %

davon entfielen auf:

1. Christliche Volkspartei (CVP) 5.336 = 38,2 % im Saarland 54,7 % = 29 Sitze

2. Sozialdemokr. Partei Saar (SPS) 5.230 = 37,5 % „ 32,4 % = 17 Sitze

3. Kommunistische Partei Saar (KP) 2.877 = 20,6 % „ 9,5 % = 4 Sitze

4. Demokratische Volkspartei (DVP) 515 = 3,7 % „ 3,4 % = 0 Sitze[1]

[1] Aufzeichnungen aus dem Lebensbereich der Großgemeinde Dudweiler 1959

 

23.12.1952

Am 23. Dez. 1952 einigen sich CVP und SPS auf eine Koalition und legen damit den Grundstein für das dritte Kabinett Hoffmann.

 

1953

Auch im neuen Jahr bleibt das Thema Wohnungsnot die größte Herausforderung für die Gemeinde Dudweiler. Alleine für den sozialen Wohnungsbau werden 31 gemeindeeigene Häuser in der Schachtstraße und der Brennenden-Berg-Straße mit insgesamt 61 Wohnungen gebaut.[1]

[1] Saam, Dudweiler 977 – 1977, S. 457

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Dudweiler Schachtstraße 1953

 

1953

Die Gemeinde Dudweiler richtet erstmals eine Krankentransportstelle ein., Das Krankentransportfahrzeug und die beiden hauptamtlichen Fahrer waren in den Feuerwehrgerätehäusern an der Turmschule bzw. in der Fischbachstraße stationiert.

 

1953

Das 1949 erbaute Geschäftshaus von Philipp Jung wird aufgestockt. Zukünftig findet der Verkauf auf zwei Etagen statt.

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Geschäftshaus Ph. Jung Dudweiler

 

1953

Der Gemeinderat beschließt den Ankauf des TN-Gebäudes in der Fischbachstraße 5 (Technische Nothilfe), welches sich inzwischen im Besitz der Grubenverwaltung befindet, um dort weitere Sozialwohnungen zu erstellen.

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Dudweiler TN-Haus, Fischbachstraße

 

 

01.04.1953

Die katholische Pfarrei St. Marien in Dudweiler feiert die Konsekration von drei neuen Glocken. Die alten Glocken wurden im Krieg von den Machthabern zu Kriegszwecken eingeschmolzen. Viele Gläubige nehmen an der Feierstunde teil. Die Bronzeglocken wurden in einer elsässischen Glockengießerei hergestellt und erhalten die Namen Maria Himmelfahrt, Bonifatius und Barbara. In der Ostermette sind sie zum ersten Mal zu hören.[1]

[1] Chronik Mädchenschule

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Die neuen Glocken von St. Marien

 

17.06.1953

Volksaufstand in Ost-Berlin und der DDR. Insgesamt protestieren etwas eine Million DDR-Bürger gegen die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in der DDR. Der Aufstand wird von russischem Militär unter Einsatz von Panzern niedergeschlagen. Etwa 50 Menschen sind dabei gestorben. Im folgenden Jahr wird der 17. Juni zum „Tag der Deutschen Einheit“ erklärt.

 

September 1953

Wegen der starken Bautätigkeit in Dudweiler Süd plant der Gemeinderat den Neubau einer Volksschule im Blumenfeld links der Beethovenstraße.[1]

[1] Chronik Mädchenschule

 

22.09.1953

Die sechs Baugemeinschaften, die sich inzwischen in Dudweiler bildeten, haben 354 bauwillige Mitglieder. Es sind dies die:

Baugenossenschaften Dudweiler 1925

Baugenossenschaft Saarland

Bauinteressengemeinschaft der Bergleute

Baugemeinschaft der Jungsiedler

Notbaugemeinschaft der Kriegsopfer

Kettelerverein Dudweiler

Sie schreiben eine Resolution an den Gemeinderat sich endlich stärker um das Ausweisen von Baugrundstücken zu bemühen. Die gemeindeeigenen Grundstücke sind schon als Bauland verkauft und die die noch im Besitz der Gemeinde sind, haben keine Bergsicherheit. Viele Grundstücke in Dudweiler gehören den Saarbergwerken, diese wollen sie aber nur verkaufen, wenn sie darauf keine Bergsicherheitsgarantie geben müssen. Darauf kann sich kein Bauherr einlassen, außerdem spielen da die Banken nicht mit. Es wird vorgeschlagen der Forstverwaltung Grundstücke abzukaufen. Die verkaufen allerdings nicht, die tauschen höchstens. Also ist die Gemeinde dazu übergegangen, in anderen Orten Grundstücke zu kaufen um sie mit der Forstverwaltung zu tauschen.[1]

[1] Stadtarchiv Saarbrücken – Gemeinde Dudweiler – Sitzungsprotokolle 1954

 

Jahresende 1953

In Dudweiler gibt es immer noch 47 Familien, die in mangelhaften Obdachlosenunterkünften der Gemeinde untergebracht sind.[1]

[1] Stadtarchiv Saarbrücken – Gemeinde Dudweiler – Sitzungsprotokolle 1954

 

1954

Schließung der Volksschule Jägersfreude in der Hauptstraße 105 und Umzug der Kinder in die ehemalige Domanialschule Hauptstraße 83.

 

1954

Einen spektakulären Großbrand musste die Freiwillige Feuerwehr Dudweiler im Sommer 1954 in den Herrensohrer Wiesen (heute Standort der Kletterhalle) bekämpfen. In der Chemischen Fabrik Dr. Jörns, im Volksmund nur „Pulverfabrik“ genannt, waren unter anderem große Mengen von Magnesium in Brand geraten. Die Nachlöscharbeiten dauerten mehrere Tage und das Feuer konnte letztendlich nur durch den Einsatz von trockenem Sand gelöscht werden.

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Großbrand in der „Pulverfabrik“ Dr. Jörns in den Herrensohrer Wiesen , Foto: Archiv Feuerwehr Dudweiler

 

1954

Die unverminderte Bautätigkeit in Dudweiler hält an. Die Gemeinde baut am Hofweg sieben neue Häuser mit insgesamt 42 Wohnungen für sozialschwache Familien. Sie würde auch gerne das Gebiet zwischen Kieselstraße und Tierbachtalstraße als Bauland erschließen. Dagegen hat Saarberg ihr Veto eingelegt, da es dort an der notwendigen Bergsicherheit fehlt. Der Gemeinderat zeigt sich sehr verärgert über die arrogante Weise von Saarberg, auf diese Art die notwendige Bebauung in Dudweiler zu unterbinden. [1]

[1] Stadtarchiv Saarbrücken – Gemeinde Dudweiler – Sitzungsprotokolle 1954

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Sozialer Wohnungsbau im oberen Hofweg

 

1954

Das neue Postamt in der Saarbrücker Straße 294 wird seiner Bestimmung übergeben.

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Postamt Dudweiler

 

1954

Da manche Waren im Saarland viel teurer sind als im restlichen Deutschland entdecken die Saarländer das Schmuggeln für sich. Viele Dinge für den täglichen Gebrauch, vor allem Schuhe und Kleidung werden in der Pfalz gekauft und ins Saarland geschmuggelt.

 

17.01.1954

Die katholische Pfarrei St. Marien in Dudweiler hat wieder einen Grund zum Feiern. Die neue Orgel wird eingeweiht. Sie wurde von einem Orgelbauer aus der Schweiz gebaut. Ein großer Teil der Kosten wird durch großzügige Spenden aus der Gemeinde finanziert.[1]

[1] Chronik Mädchenschule

 

28.03.1954

Die saarländische Fußballnationalmannschaft spielt um die Qualifikation für die Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz mit. In Oslo gewann man das erste Spiel gegen Norwegen mit 3:2. Das zweite Spiel verloren sie in Stuttgart gegen die deutsche Nationalmannschaft mit 0:3. Bei dem Rückspiel gegen Norwegen erzielten sie im Ludwigsparkstadion gegen Norwegen ein 0:0. Jetzt kommt es am 28. März 1954 zum alles entscheidenden Rückspiel gegen die deutsche Nationalmannschaft. Es ist wohl das größte Fußballereignis, das Saarbrücken je gesehen hat. Vor 53.000 Zuschauern geht das Spiel der Saarländer jedoch mit 1:3 verloren. Bei einem Sieg oder Unentschieden hätte man ein weiteres Ausscheidungsspiel bestreiten können.[1]

[1] Saar-Nostalgie, eingesehen am 21.10.2020 - https://www.saar-nostalgie.de/Nationalmannschaft1.htm

 

15.04.1954

Die Volksbank Dudweiler eröffnet in der Herrensohrer Marktstraße 14 eine Zweigstelle.

 

01.06.1954

Im Gasthaus „Zum Hessenberg“ in Herrensohr wird das Kino „Astra-Theater“ mit 280 Sitzen eröffnet.[1]

[1] Arend, Die Lichtspieltheater von Dudweiler ....., Band 7 DGW, 2002, S. 65

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"Gasthaus Zum Hessenberg" Herrensohr

 

05.06.1954

Einweihung der Notkirche St. Bonifatius in der Straße „Am Guckelsberg“.[1]

[1] Kirch, Die Pfarrkirche St. Bonifatius, Band 14 DGW, S. 68

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Dudweiler Notkirche St. Bonifatius

 

 23.10.1954

Die Pariser Verträge werden unterzeichnet. Darin wird unter anderem beschlossen, dass der Besatzungsstatuts der drei deutschen Westzonen aufgehoben und die Bundesrepublik in die NATO sowie in die WEU aufgenommen wird.

Auch die Zukunft des Saarlandes wird geregelt: Das Abkommen über das "Europäische Saarstatut" wird von Konrad Adenauer und dem damaligen französischen Premier- und Außenminister Pierre Mendès France in Paris unterzeichnet. Es sieht die Europäisierung des Saarlandes unter Beibehaltung der französisch-saarländischen Wirtschafts- und Währungsunion vor. Die Aufgaben, die bis dahin der französische Vertreter an der Saar ausübt, sollen auf einen, von der WEU zu ernennenden, europäischen Kommissar übertragen werden, und es soll eine Verbesserung der saarländisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen angestrebt werden. Vor einem Inkrafttreten des Statuts muss es zunächst von der Saar-Bevölkerung in einem Referendum (Volksabstimmung) gebilligt werden. Der Termin dafür wird später auf den 23. Oktober 1955 festgelegt.[1]

[1] Saar-Nostalgie abgerufen am 19.11.2020

 

1955

Der Alte Turm wird für verschiedene Jugendgruppen aus Dudweiler zur Verfügung gestellt. Es sind dies:

Parterre – Pfadfinderbund des Saarlandes, Gruppe Dudweiler – Jungen

1. Stock - Pfadfinderschaft St. Georg, Dudweiler

2. Stock - Abstellraum

3. Stock - Christl. Pfadfinderschaft des Saarlandes, Gruppe Dudweiler

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Alter Turm in Dudweiler

 

1955

Das Gaswerk am Herrensohrer Weg wird geschlossen. Das Gas für Dudweiler wird in Zukunft von der Saarferngas geliefert. [1]

[1] Hartmann, Dudweiler 977 – 1977, S. 44

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Altes Gaswerk Dudweiler

 

1955

Die Wohnungsnot in Dudweiler hat sich durch umfangreiche Siedlungen am Pfaffenkopf und Gehlenberg durch Kettelerverein und verschiedene andere Siedlungsgemeinschaften etwas verbessert. Ein großes Problem bei den gemeindeeigenen Grundstücken ist die fehlende Bausicherheit wegen Bergunsicherheit. Es werden weitere vier gemeindeeigene Häuser im Hofweg mit 24 Wohnungen gebaut. In einigen von der Gemeinde gebauten Häusern werden die Familien untergebracht, die durch die enormen Grubenschäden ihre Wohnungen und Häuser verlassen müssen.[1]

[1] Stadtarchiv Saarbrücken – Gemeinde Dudweiler – Sitzungsprotokolle 1955

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Ketteler Siedlung Dudweiler Rentrischer Straße

 

1955

Der Gemeinderat beschließt den Neubau einer Volksschule in Herrensohr.[1]

[1] Stadtarchiv Saarbrücken – Gemeinde Dudweiler – Sitzungsprotokolle 1955

 

11.05.1955

Der Gemeinderat befürwortete die Erschließung des Neubaugeländes Guckelsberg. Dazu werden zwei Mitarbeiter des Bauamtes abgestellt, die sich ausschließlich um dieses Großprojekt kümmern sollen. [1]

[1] Stadtarchiv Saarbrücken – Gemeinde Dudweiler – Sitzungsprotokolle 1955

 

23.07.1955

Der Abstimmungskampf im Saarland um das Saarstatut hat begonnen. Der Tag für die Abstimmung wurde auf den 23. Oktober 1955 festgelegt.

Folgende Parteien dürfen sich an der Wahl beteiligen:

 

1. Christliche Volkspartei des Saarlandes - CVP

2. Sozialdemokratische Partei Saarland – SPS

3. Kommunistische Partei – Landesverband Saar – KP

4. Union Christlicher Demokraten – NEI

5. Europa-Union – EU

6. Demokratische Partei Saar – DPS

7. Deutsche Sozialdemokratische Partei – DSP

8. Unabhängige Arbeiter Partei Saar – UAPS

9. Christlich Demokratische Union (CDU

10. Freie Demokratische Partei – FDP

 

Es geht im Wahlkampf nicht nur um das Saarstatut, sondern man benutzt ihn auch für eine Generalabrechnung mit der von vielen ungeliebten Regierung von Johannes Hoffmann (Joho). Der Slogan der Nein-Sager ist „Der Dicke muss weg“. Das Saarland ist gespalten in Ja-Sager und Nein-Sager. Die Fronten der beiden Blöcke verhärtete sich immer mehr und es wird von allen Seiten schmutzige Wäsche gewaschen. So wird Heinrich Schneider (DPS) seine nationalsozialistische Vergangenheit vorgeworfen und viele weitere Politiker verleumdet und verunglimpft. Ein Riss geht durchs Saarland zwischen Befürwortern und Gegnern des Statuts. Der Riss geht durch Parteien, Vereine, Belegschaften und sogar durch Familien. Freundschaften und Ehen gehen auseinander. Versammlungen von Parteien werden durch die Gegenseite gestört. Vor den Versammlungslokalen gibt es tätliche Auseinandersetzungen, bei denen sogar Blut fließt. Die Polizei ist stets präsent kann aber die Zusammenstöße der Kontrahenten kaum unterbinden. Sie greift dabei oft sehr hart, unter Einsatz von Wasserwerfern, Gummiknüppeln und Tränengas, durch. Die Bilder von gewaltsamen Polizeieinsätzen gegen randalierende Nein-Sager sind willkommene Propaganda gegen die Regierung von Joho. Die prodeutschen Parteien (CDU-Saar, DSP und die DPS) schließen sich am 3. Sept. 1955 im Heimatbund zu einer Aktionsgemeinschaft gegen das Saarstatut zusammen. Auch die Kommunistische Partei kämpft gegen das Statut. Der saarländische Finanzminister Paul Senf tritt am 9. Sept. 1955 von seinem Amt zurück. Er gilt als Gegner einer allzu engen wirtschaftlichen Anbindung des Saarlandes an Frankeich.[1]

[1] Website Saar-Nostalgie, abgerufen am 18.11.2020

 

23.10.1955

Endlich ist dieser unsägliche Abstimmungskampf vorbei und die Saarländer haben das Wort. Die Wahllokale öffnen um 8.00 Uhr und der Ansturm der Bevölkerung ist enorm, die Wahlbeteiligung liegt bei 97,5 %. Im Auftrag der WEU ist in jedem Wahllokal mindestens ein neutraler, ausländischer Beobachter anwesend, um die Wahl zu überwachen. Das Abstimmungsergebnis ist eindeutig, 67,71 % stimmten für Nein und nur 32,29 % stimmten für Ja. Somit ist das Saarstatut abgelehnt. Noch in der Nacht nach der Volksbefragung tritt Ministerpräsident Johannes Hoffmann und sein gesamtes Kabinett zurück. Richard Kirn tritt als SPS-Vorsitzender zurück.

 

Ergebnis der Volksabstimmung vom 23. Oktober 1955

Stimmberechtigte in Dudweiler – 19.057 - Stimmberechtigte im Saarland – 663.911

Gültige Stimmen in Dudweiler - 18.326 - Gültige Stimmen im Saarland - 625.402

es entfielen auf Nein 12.913 = 70, 5 % - auf Nein im Saarland - 423.420 = 67,7 %

es entfielen auf Ja 5.413 = 29,5 % - auf Ja im Saarland - 201.982 = 32,3 %[1]

[1] Dudweiler im Spiegel, Okt. 1965 – Vor zehn Jahren fand die Volksabstimmung statt

 

29.10.1955

Der Saar-Landtag beschließ in einer Sondersitzung sich am 17. Dezember 1955 aufzulösen, um am Tag danach Neuwahlen durchführen zu lassen. Er wählt den parteilosen Heinrich Welsch zum Übergangs-Ministerpräsidenten bis zu den Wahlen.[1]

[1] Website Saar-Nostalgie, abgerufen am 18.11.2020

 

01.12.1955

Einweihung des Kindergartens St. Bonifatius, der an die Notkirche in der Straße „Am Guckelsberg“ angebaut wurde.[1]

[1] Kirch, Die Pfarrkirche St. Bonifatius, Band 14 DGW, S. 68

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Kindergarten St. Bonifatius, Dudweiler

 

18.12.1955

Die erste Landtagswahl nach der Volksabstimmung brachte folgendes Ergebnis:

 

Gemeinde Dudweiler                                                              Saarland

Wahlberechtigt 19.327

Abgegebene Stimmen 17.342 = 89,2 %                                   90,4 %

Gültige Stimmen 16.914 = 98,1 %                                            98,2 %

davon entfielen auf:

1. Christlich Demokrat. Union (CDU) 2.054 = 12,1 %               25,4 % = 14 Sitze

2. Demokratische Partei Saar (DPS) 5.583 = 33,0 %               24,2 % = 12 Sitze

3. Christliche Volkspartei (CVP) 2.611 = 15,4 %                       21,8 % = 13 Sitze

4. Sozialdemokrat. Partei Deutschland 2,990 = 17,7 %            14,3 % =   7 Sitze

5. Kommunistische Partei Saar (KP) 2.207 = 13,0 %                  6,6 % =   2 Sitze

6. Sozialdemokr. Partei Saar (SPS) 1.108 = 6,6 %                      5,8 % =   2 Sitze

die anderen Parteien lagen unter 1 %[1]

[1] Aufzeichnungen aus dem Lebensbereich der Großgemeinde Dudweiler 1959

 

10.01.1956

Aufgrund der Ergebnisse der Landtagswahlen wird eine Koalitionsregierung aus CDU, SPD und DPS gebildet (so genannte "Heimatbundregierung"). Zum Ministerpräsidenten wird Dr. Hubert Ney (CDU) gewählt, Innenminister wird Fritz Schuster (DPS), Justiz- und Kultusminister Egon Reinert (CDU) und Arbeitsminister Kurt Conrad (SPD).[1]

[1] Website Saar-Nostalgie, abgerufen am 18.11.2020

 

März 1956

Der Gemeinderat Dudweiler teilt in seiner Sitzung die Meinung der Regierung, dass die Brücke am Bahnhof Jägersfreude ganz neu aufgebaut werden soll, weil ein Neubau nicht viel teurer als eine Reparatur ist.[1]

[1] Stadtarchiv Saarbrücken – Gemeinde Dudweiler – Sitzungsprotokolle 1956

 

15.04.1956

Einweihung einer zweiten Notkirche St. Bonifatius in einer alten Grubenbaracke an der heutigen Sulzbachtalstraße (heute Getränkemarkt Ansari).[1]

[1] Kirch, Die Pfarrkirche St. Bonifatius, Band 14 DGW, S. 68

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Notkirche St. Bonifatius

 

13.05.1956

Erste Kommunalwahl im Saarland nach der Volksabstimmung. Hier das Ergebnis der Gemeinderatswahl für Dudweiler:

Abgegebene gültige Stimmen -15.551 – davon entfielen auf

Demokratische Partei Saar (DPS) – 5326 – 34,2 % - 11 Sitze

Sozialdemokratische Partei Deutschland – 3234 - 20,7 % - 7 Sitze

Christliche Volkspartei (CVP) 2765 – 17,8 % - 5 Sitze

Christlich Demokratische Union (CDU) 2237 – 14,4 % - 4 Sitze

Kommunistische Partei (KP) 1999 – 12,9 % - 4 Sitze[1]

[1] Aufzeichnungen aus dem Lebensbereich der Großgemeinde Dudweiler 1959

 

03.06.1956

Länderspiel der saarländischen Nationalmannschaft gegen die B-Auswahl von Portugal im Ludwigsparkstadion Saarbrücken. Mit dabei waren Werner Prauß vom TUS-Herrensohr und Karl-Heinz Kunkel vom ASC Dudweiler. Das Spiel endete 0:0.

 

04.06.1956

Bundeskanzler Adenauer trifft sich in Luxemburg mit dem französischen Ministerpräsidenten Guy Mollet zu neunstündigen, teilweise dramatischen Verhandlungen. Sie einigen sich auf die Angliederung der Saar an die Bundesrepublik zum 1. Januar 1957 sowie auf eine Lösung der Warndtfrage, und sie vereinbaren die Kanalisierung der Mosel und den Bau des Rhein-Seitenkanals.[1]

[1] Website Saar-Nostalgie, abgerufen am 18.11.2020

 

10.06.1956 – 20.06.1956

In Herrensohr finden die Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag des Ortsteils statt. Im Festzelt gibt es Theatervorstellungen, Musik und Tanz. Die Hauptattraktion ist ein großer, historischer Umzug mit einem anschließenden Feuerwerk.[1]

[1] Dieter Hartwig, Dehemm in Kaltnaggisch, 2006

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100-Jahrfeier in Herrensohr

 

01.09.1956

Das neue Schuljahr beginnt, aber es wird gemäß Verfügung der Regierung bereits an Ostern 1957 enden. Die bisher übliche Bewertung der Schülerleistung mit den Punktzahlen von 20 abwärts bis 0 wird nunmehr von 1 bis 6 ersetzt. Die Regierung führt die Milchspeisung ein. Die Kinder bekommen außer mittwochs und samstags ein Fläschchen Milch. Für die Kinder des 8. Jahrganges wird ein Koch- und Werksunterricht eingeführt. [1]

[1] Chronik Mädchenschule

 

23.10.1956

Nachdem der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung Hermann Mühlenberg zum neuen Bürgermeister von Dudweiler gewählt hatte, wird dieser durch Landrat Barth in sein Amt eingeführt.[1]

 [1] Stadtarchiv Saarbrücken, Gemeinde Dudweiler, GR-Protokolle 1956

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Hermann Mühlenberg, Bürgermeister in Dudweiler von 1956 bis 1966

 

22.10.1956

Alfons Peter Janz, Johannes Brinkmann, Ernst Küntzer, Heinz Dressen, Karl Bickelmann, Doris Bastuk, Herbert Ulrich und Hermann Schon gründen das Volksbildungswerk (VBW) Dudweiler. Es wird später umbenannt in Volkhochschule Dudweiler. Vorsitzender ist Johannes Brinkmann, pädagogischer Leiter ist Alfons Peter Janz.[1]

[1] Brinkmann, Dudweiler 977-1977. S. 107

 

November 1956

Der Gemeinderat Dudweiler genehmigt die Verteilung der Bauplätze im Neubaugebiet Guckelsberg. Es geht um Insgesamt 340 Plätze, davon gehören 157 der Landesregierung bzw. der Gemeinde, die restlichen 183 werden wie folgt verteilt:

Gemeinnützige Baugenossenschaft Dudweiler 33

Kriegsopfer-Bauring Dudweiler 24

Bauinteress.Gem. der Bergleute von Du. und Jäg 34

Ketteler Verein Jägersfreude 7

Gem. Baugenossenschaft Saarland, Sbr. 15

Baugemeinschaft der Bedienst. der GV und Gem. Werke 15

Jungsiedlergemeinschaft Dudweiler 46

Baugemeinschaft der Mitarbeiter der Fa. Leffer 9

 

In der gleichen Sitzung wird der Plan des ASC vorgestellt. Er will die Sportanlage auf dem Kitten ausbauen und erweitern. Da dort noch Baracken stehen, in denen noch 32 Familien wohnen muss zuerst Wohnraum für diese Familien geschaffen werden. Der Gemeinderat ist sich jedoch einig, dass die Anlage gebaut wird. Die Familien werden in die im Bau befindlichen gemeindeeigenen Häuser untergebracht.[1]

[1] Stadtarchiv Saarbrücken, Gemeinde Dudweiler, GR-Sitzungsprotokolle 1956

 

20.12.1956

Das Gesetz zur Änderung der saarländischen Verfassung wird vom Landtag mit der erforderlichen Mehrheit angenommen. Am 31. Dezember 1956 wird es im Amtsblatt des Saarlandes veröffentlicht, damit es am 1.1.1957 in Kraft treten kann. Das Bundesgesetz über die Eingliederung des Saarlandes wird am 23. Dez. 1956 im Deutschen Bundestag verabschiedet.

 

01.01.1957

Das Saarland ist wieder deutsch. Beitritt des Saarlandes zur Bundesrepublik Deutschland ("Politischer Anschluss"). Das Saarland wird zum zehnten deutschen Bundesland, bzw. zum elften, wenn man Berlin mitzählt. Der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer besucht aus diesem Anlasse das Saarland.

 

Im Alltag der saarländischen Bevölkerung ändert sich nicht viel, außer, dass die Grenzen nach Deutschland offen sind. Wir bezahlen immer noch mit Franken. Die Einführung der DM ist für einen späteren Zeitpunkt geplant. Allerdings ändern sich die Kraftfahrzeugkennzeichen. Ab sofort werden die in der Bundesrepublik üblichen SB-, SLS- usw. eingeführt. Bis zum 31. Dez. 1958 behalten allerdings auch noch die französischen Schilder mit OE ihre Gültigkeit. Auch die Briefmarken ändern sich. Sie werden ab sofort von der Deutschen Bundepost gedruckt und haben den Aufdruck „Deutsche Bundespost Saarland“, die Wertangaben lauten allerdings immer noch auf Franken.

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Saarbriefmarken Deutsche Bundespost
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Neue SB-Kennzeichen

 

1957

In diesem Jahr werden die beiden 2000 und 1000 qbm. großen Niederdruck-Gasbehälter am Herrensohrer Weg abgebaut.[1]

[1] Hartmann, Dudweiler 977 – 1977, S. 44

 

27.01.1957

Bundespräsident Prof. Theodor Heuss besucht das Saarland und stattet dabei auch Dudweiler einen Besuch ab. Eine große Menschenmenge begrüßt ihn auf dem Dudweiler Markt. Er ist der erste, der sich in das neu angelegte „Goldene Buch“ der Gemeinde einträgt.

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Bundespräsident Theodor Heuss in Dudweiler

 

28.01.1957

Das neue Feuerwehrgerätehaus in Herrensohr wird eingeweiht. Gleichzeitig wird auch erstmals ein motorisiertes Löschfahrzeug (LF 15 Opel Blitz) in Herrensohr stationiert.

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Feuerwehrgerätehaus Herrensohr im Jahre 1990, Foto: Archiv Feuerwehr Dudweiler

 

08.03.1957

Der Bedarf an Sozialwohnungen ist immer noch nicht gedeckt. Deshalb beschließt der Gemeinderat die Auftragsvergabe an Erd- und Maurerarbeiten für weitere sechs Wohnblocks im Hofweg und zwei in der Rehbachstraße. Außerdem wird der Ankauf eines forsteigenen Grundstücks zum Ausbau der Waldstraße vereinbart [1]

[1] Stadtarchiv Saarbrücken – Gemeinde Dudweiler – Sitzungsprotokolle des GR 1957

 

03.04.1957

Im Nassauer Hof findet zu Ehren der Schriftstellerin Liesbet Dill, die vor achtzig Jahren in diesem Haus zur Welt kam eine Sondersitzung des Gemeinderates statt. Liesbet Dill erzählt dabei aus ihrem Leben und trägt sich anschließend in das Goldene Buch der Gemeinde ein. In ihrer Anwesenheit wird eine Gedenktafel im Foyer angebracht. In der gleichen Sitzung beschließt der Gemeinderat nach ihr eine Straße in dem Neubaugebiet Guckelsberg zu benennen.[1]

[1] Stadtarchiv Saarbrücken – Gemeinde Dudweiler – Sitzungsprotokolle des GR 1957

 

04.06.1957

Nachdem Ministerpräsident Hubert Ney am 4. Juni 1957 wegen Streitigkeiten innerhalb der Regierungskoalition zurücktrat, wählt der Landtag den bisherigen Justizminister Egon Reinert (CDU) zum neuen Ministerpräsidenten. Dieser setzt die seit dem 10. Januar 1956 bestehende Koalition aus CDU, SPD und DPS fort. Sein erster Stellvertreter wird Heinrich Schneider (DPS).

 

21.07.1957

Die in der Robert-Koch-Straße in Dudweiler Süd neu gebaute katholische Pfarrkirche St. Bonifatius wird eingesegnet. Architekt ist der Sulzbacher Hans Schick.[1]

[1] Kirch, Die Pfarrkirche St. Bonifatius, Band 14 DGW, S. 68

 

29.08.1957

An diesem Tag entgeht Dudweiler nur knapp einer Katastrophe. Gegen 16.20 Uhr stoßen über dem Saarland zwei kanadische Düsenjäger vom Typ F 86 zusammen. Einer davon stürzt unmittelbar neben dem Grubengelände Hirschbach ab und wird total zertrümmert. Die Feuerwehren von Dudweiler, Sulzbach und Einheiten der Polizei finden nur noch rauchende Trümmer vor. Die andere Maschine stürzt in der Nähe von Ommersheim ab. Einer der beiden Piloten starb bei dem Unglück, der andere überlebte durch seinen Fallschirm.[1]

[1] Dudweiler im Spiegel, 1. Ausgabe

 

06.09.1957

Die Wohnungsnot in Dudweiler ist immer noch nicht beseitigt. In seiner Sitzung werden vom Gemeinderat die aktuellen Zahlen bekannt gegeben. Es sind 625 Familien mit insgesamt 2003 Personen immer noch auf Wohnungssuche. Davon leben 169 Familien mit 598 Familienmitgliedern in primitivsten Notunterkünften, Obdachlosenasylen, Keller- und Elendswohnungen in geradezu menschenunwürdigen Verhältnissen.[1]

[1] Stadtarchiv Saarbrücken – Gemeinde Dudweiler – Sitzungsprotokolle des GR, 1957

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Baracken Neuweilerstraße

 

 15.09.1957

Die Saarländer nehmen zum ersten Mal an einer Bundestagswahl teil. Mit ihren Zweitstimmen wählen die knapp 660.000 Wahlberechtigten an der Saar zu 33,3% CDU und 21,3% CSU/CVP, 25,1% SPD, 18,2% FDP und 2,2% Sonstige.

 

Wahlergebnis in Dudweiler

Wahlberechtigte – 18.224, gültige Zweitstimmen 14.939 – davon entfallen auf

CDU 3238 = 21.7 %

FDP/DPS – 4431 = 29,7 %

CSU – 2297 = 15,4 %

SPD – 4672 = 31,3 %

BdD – 96 = 0,6 %

DG – 22 = 0,1 %

DP – 87 = 0,6 %

DRP – 75 = 0,5%

GB/BHE – 21 = 0,1%[1]

[1] Aufzeichnungen aus dem Lebensbereich der Großgemeinde Dudweiler 1959

 

Oktober 1957

Der „Dudweiler im Spiegel“ erscheint zum ersten Mal. Dabei handelt es sich um einen Lokalanzeiger für Dudweiler, der einmal im Monat kostenlos an alle Haushalte verteilt wird. Eine kleine Trägervergütung ist direkt an den Austräger zu zahlen. Die Zeitung wird komplett aus Werbung finanziert, hat eine Auflage von 12.000 Exemplaren und ist bei den Dudweiler Bürgern sehr beliebt. Verantwortlich für den Gesamtinhalt ist Alfons Peter Janz. Die Redaktion besteht aus Johannes Brinkmann, Josef Marian und Hermann Schon. Für die Anzeigen ist Herbert Knapp verantwortlich. Weitere Mitarbeiter sind C. Hertel, W. Kuhn, J. Kaicher, E. Küntzer und J. Müller. Nach genau vierzig Jahren wird ihr Erscheinen im September 1997 leider eingestellt

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Dudweiler im Spiegel

 

Oktober 1957

Die Kreissparkasse Saarbrücken eröffnet in der Kantstraße eine Sparkassenfiliale.[1]

[1] Dudweiler im Spiegel, Nr. 2, Oktober 1957

 

23.10.1957

Konrad Adenauer (CDU) wird erneut zum Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt.

 

30.11.1957

Die Gemeinde Dudweiler zählt 27.745 Einwohner, davon männlich 13.199 und weiblich 14.546.[1]

[1] Aufzeichnungen aus dem Lebensbereich der Großgemeinde Dudweiler 1959

 

05.12.1957

Namensgebung für die neu gebauten Straßen „Martin-Luther-Straße“, „Finkenstraße“ und „Knappenweg“.[1]

[1] Stadtarchiv Saarbrücken – Gemeinde Dudweiler – Sitzungsprotokolle des GR, 1957

 

1958

In mehreren Sitzungen muss sich der Gemeinderat nochmals mit dem Mangel an Sozialwohnungen beschäftigen. Die vier Baracken an der Neuweilerstraße sind nicht mehr zu renovieren und sollten abgerissen werden. Hier wohnen in 78 Wohnräumen 38 Familien mit 140 Personen. Ein Neubau mit vierzig Schlichtwohnungen soll in der Nähe gebaut werden. Nach Fertigstellung ist der Abriss der Baracken geplant.[1]

[1] Stadtarchiv Saarbrücken – Gemeinde Dudweiler – Sitzungsprotokolle des GR - 1958

 

1958

Weiterhin berät man über den Antrag des ASC vom 19.12.57 auf unentgeltliche Übereignung des Hansasportplatzes an den ATVD, soweit es sich um gemeindeeigenes Gelände handelt, als Ausgleich für den in Besitz genommenen ATV-Sportplatz am Kitten. Der ATVD erklärt sich bereit, mit dem ASC auf der von dem Schlichtungsausschuss der Sportplanungskommission vorgeschlagenen Vergleichsbasis, dass ihr gehörende Sportplatzgelände Büchel dem ATV Dudweiler unentgeltlich zu übereignen. Im Interesse einer Bereinigung der gespannten Verhältnisse zwischen den beiden Sportvereinen, beschließt der GR einstimmig, nach vorheriger Beratung in der Grundstücks- und der Haupt- und Finanzkommission, dass der Gemeinde gehörende Sportplatzgelände Büchel dem ATV unentgeltlich zu übereignen.[1]

[1] Stadtarchiv Saarbrücken – Gemeinde Dudweiler – Sitzungsprotokolle des GR - 1958

 

1958

Baubeginn am neuen Feuerwehrgerätehaus an der Sudstraße.

 

Februar 1958

Die Fassade der Marktschule wird renoviert.[1]

[1] Dudweiler im Spiegel, Nr. 6, Februar 1958

 

März 1958

Die Bauarbeiten an der neuen Volksschule in Herrensohr beginnen.

 

Ostern 1958

Mit Beginn des neuen Schuljahres wird im Saarland die neunte Klasse an Volksschulen eingeführt.

 

Mai 1958

Der Neubau der Firma Peter Marx in der Sudstraße 30 ist fertiggestellt und wird seiner Bestimmung übergeben.[1]

[1] Dudweiler im Spiegel, Nr. 10, Juni 1958

 

Mai 1958

Der Gemeinderat beschließt die Bebauung zwischen dem Alten Stadtweg und dem Hofweg.[1]

[1] Stadtarchiv Saarbrücken – Gemeinde Dudweiler – Sitzungsprotokolle des GR - 1958

 

Mai 1958

Das ASC Stadion auf dem Kitten soll ausgebaut werden. Die Baracken, die sich dort noch befinden werden abgerissen und die Bewohner auf andere Wohnungen verteilt.[1]

[1] Stadtarchiv Saarbrücken – Gemeinde Dudweiler – Sitzungsprotokolle des GR - 1958

 

Sommer 1958

Die Gemeinde machte Ernst mit dem Bau einer neuen Schule in Dudweiler Süd. Dazu wird ein Architektenwettbewerb gestartet.[1]

[1] Dudweiler im Spiegel, Nr. 10, Juni 1958

 

Sommer 1958

Im Sommer beginnen auch die Arbeiten für die Neugestaltung des Marktplatzes mit Bushaltestellen und Parkplätzen. Dazu wird der alte Marktbrunnen abgebaut und eingelagert. Wie wir heute wissen dauerte es 25 Jahre bis er wieder den Markt zieren sollte.

 

Juni 1958

Der Zirkus Hagenbeck gastiert in Dudweiler.[1]

[1] Dudweiler im Spiegel, Nr. 10, Juni 1958

 

Juli 1958

Die ersten Häuser im Neubaugebiet Oberer Hofweg sind fertiggestellt.[1]

[1] Dudweiler im Spiegel, Nr. 12, August 1958

 

11.07.1958

Die Hauswirtschaftliche Berufsschule in der Winterbachsroth wird eingeweiht.

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Hauswirtschaftliche Berufsschule Winterbachsroth

 

20.07.1958

Die neue katholische Pfarrkirche St. Barbara auf dem Pfaffenkopf wird eingeweiht.[1]

[1] Dudweiler im Spiegel, Nr. 11, Juli 1958

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St. Barbara-Kirche Dudweiler

 

September 1958

Das Volksbildungswerk (später Volkhochschule) mit seinem Leiter, dem Lehrer Alfons Peter Janz, feiert die Eröffnung seiner neuen Räumlichkeiten im Obergeschoss des Württemberger Hofes in der Sudstraße 2.[1]

[1] Dudweiler im Spiegel, Nr. 13, Sept. 1958

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Württemberger Hof, später ÜLO

 

Oktober 1958

Die Grubenapotheke zieht von der Saarbrücker Straße 129 (später Grewenig) in die „Straße am Markt“ / Ecke Alter Stadtweg.[1]

[1] Dudweiler im Spiegel, Nr. 15, November 1958

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Grubenapotheke Dudweiler

 

05.11.1958

Die Straßenbahnstrecke von Dudweiler nach Spiesen wird stillgelegt und durch eine Busverbindung ersetzt. Die Straßenbahn fährt nur noch die Strecke Dudweiler – Saarbrücken.

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Plakat wegen Umstellung von Straßenbahn auf Busse

 

Dezember 1958

Die neue Eisenbahnbrücke in Jägersfreude wird dem Verkehr übergeben.[1]

[1] Dudweiler im Spiegel, Nr. 16, Dez. 1958

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Neue Eisenbahnbrücke in Jägersfreude

 

31.12.1958

Bei der Gemeindeverwaltung Dudweiler sind insgesamt 295 Bedienstete beschäftigt, davon:

Beamte 52

Angestellte 91

Arbeiter 152 [1]

[1] Aufzeichnungen aus dem Lebensbereich der Großgemeinde Dudweiler 1959

 

1959

Die Bergbaugemeinde Dudweiler wird wieder um ein Wahrzeichen ärmer. Der Kittenschacht wird abgerissen. Er war der Namensgeber für die Schachtstraße.

Dudweiler Geschichtswerkstatt Kalender 2021

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Kittenschacht Dudweiler

 

Januar 1959

Die Saarland Versicherung eröffnet in der Scheidter Straße 26 eine Versicherungsagentur.[1]

[1] Dudweiler im Spiegel, Nr. 17, Januar 1959

 

27.02.1959

Der Ehrenspielführer der Fußballnationalmannschaft Fritz Walter ist anlässlich einer Jugendsportveranstaltung des ASC zu Besuch in Dudweiler. Er trägt sich in das Goldene Buch der Gemeinde ein.

 

März 1959

Spielwaren Steinacker-Gillenberg eröffnet sein neues Geschäft in der Brückenstraße 12. Der alte Holzpavillon nebenan musste den Neubaumaßnahmen am Sulzbach und dem Bau der Sulzbachtalstraße weichen.[1]

[1] Dudweiler im Spiegel, Nr. 18, März 1959

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Spielwaren Steinacker-Gillenberg

 

März 1959

Die neue Fußgängerbrücke über den Sulzbach am „Schwarzen Weg“ wird eingeweiht.[1]

[1] Dudweiler im Spiegel, Nr. 18. März 1959

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Schwarzer Weg Jägersfreude

 

April 1959

Baubeginn der umfangreichen Arbeiten am Bachbett des Sulzbaches.

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Arbeiten am Sulzbach

 

23.04.1959

Ministerpräsident Egon Reinert kommt bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Eine Woche später wählt der saarländische Landtag den bisherigen Kultusminister Franz-Josef Röder (CDU) zum neuen Ministerpräsidenten. Er tritt sein Amt am 23. Juni 1959 mit einer CDU/FDP Koalition an.[1]

 [1] Website Saar-Nostalgie, abgerufen am 18.11.2020

 

10.05.1959

Feierlich geschmückt fährt die letzte Straßenbahn von Dudweiler ins Depot nach Jägersfreude. Zahlreiche Dudweiler Bürger säumen die Strecke und nehmen Abschied von ihrer geliebten Straßenbahn. Sie müssen zukünftig auf den Busverkehr umsteigen.[1]

[1] Arend, Die Entwicklung des Straßenbahnverkehrs im Sulzbachtal, Band 5 DGW, 1998, S. 44

 

Juli 1959

In der Joseph-Haydn-Straße in Dudweiler Süd wird an den ersten Neubauten Richtfest gefeiert.[1]

[1] Dudweiler im Spiegel, Nr. 22, Juli 1959

 

06.07.1959

Der von der Bevölkerung heiß ersehnte so genannte Tag X ist da. Die Banken wurden in einer groß angelegten, und mit riesigem Polizeiaufgebot abgesicherten Aktion, am Vortag mit der neuen DM ausgestattet und die Saarländer können ihre Franken in DM umtauschen. Für 100 Franken bekommen sie 0,8507 DM. Damit endet die saarländisch-französische Wirtschafts- und Währungsunion. Nach dem politischen Anschluss vom 1. Jan. 1957 erfolgt nun auch endlich der wirtschaftliche Anschluss an die Bundesrepublik Deutschland.

 

15.08.1959

Das neu gebaute Stadion „Brennender Berg Stadion“ des ASC wird eingeweiht.[1]

[1] Dudweiler im Spiegel, Nr.23, August 1959

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Brennender-Berg-Stadion in Dudweileer

 

26.09.1959

Unterzeichnung der Patenschaftsurkunde mit der Weinbaugemeinde Duttweiler/Pfalz (seit 1974 ein Stadtteil von Neustadt) in Duttweiler, durch die Bürgermeister Mühlenberg und Syring.

 

29.11.1959

In Dudweiler-Süd wird in der Martin-Luther-Straße das neu gebaute evangelische Gemeindezentrum eröffnet.

 

01.12.1959

Der gemeindeeigene Schlachthof wird geschlossen. Die Gebäude werden an den Fleischereibetrieb Krämer verpachtet, der den Schlachthof weiterbetreibt.[1]

[1] Dudweiler im Spiegel, Nr.27, Dezember 1959

 

1960

Fertigstellung der neuen Volksschule Jägersfreude (Standort: rechts neben der bestehenden Schule in der Hauptstraße 83).

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Volksschule Jägersfreude

 

Mai 1960

Inbetriebnahme des neuen Feuerwehrgerätehause an der Sudstraße. Der neue Stützpunkt der Freiwilligen Feuerwehr Dudweiler verfügt über eine großzügige Fahrzeughalle mit insgesamt acht Fahrzeugeinstellplätzen, sowie Werkstatt- und Lagerräume, Büros, Kleiderkammer, Unterrichtsraum mit Küche, moderne Sanitärräume, großflächiges Übungsgelände und zwei Wohnungen für die beiden hauptamtlichen Gerätewarte bzw. Fahrer des Krankenwagens.[1]

[1] Schwarz, Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Dudweiler, 2014

Paul/Schwarz, Freiwillige Feuerwehr Dudweiler, DGW, Band 9, 2006, S. 81

 

15.05.1960

In Dudweiler werden Gemeinderatswahlen durchgeführt. Die Sitze im Gemeinderat werden wie folgt verteilt:

CDU 8

SPD 11

DPS 7

DDU 3

SVP 2

 

Mai 1960

Der Eckbrunnen in der Saarbrücker Straße, eines der ältesten Gasthäuser von Dudweiler, wird abgerissen.[1]

[1] Dudweiler im Spiegel, Nr. 33, Mai 1960

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Dudweiler Gasthaus Eckbrunnen

 

Mai 1960

Die Gemeindegärtnerei zieht um neben die Mühlenschule.[1]

[1] Dudweiler im Spiegel, Nr. 34, Juni 1960

 

Juni 1960

Der Kohlenabbau unter den Wohngebieten von Dudweiler wird eingestellt.[1]

[1] Dudweiler im Spiegel, Nr. 34, Juni 1960

 

Juni 1960

Beim evangelischen Gemeindezentrum Dudweiler Süd wird der neu gebaute Kindergarten eingeweiht.[1]

[1] Jaske-Steinkamp, Bold, Rau, Saam, Schabert, 30 Jahre Heilig-Geist-Kirche 1967 – 1997, S. 11

Dudweiler im Spiegel, Nr. 35, Juli 1960

 

August 1960

Das Süd-Hotel in der Liesbeth-Dill-Straße 9 wird eröffnet.[1]

[1] Dudweiler im Spiegel, Nr. 36, August 1960

 

September 1960

In den Straßen Dudweilers leuchten insgesamt 1129 Lampen, davon sind 705 elektrisch betrieben. Die restlichen 424 Gaslaternen werden von acht Laternenanzündern betreut.[1]

[1] Dudweiler im Spiegel, Nr. 38, September 1960

 

September 1960

Im Tierbachtal wird ein Fischweiher angelegt.[1]

[1] Dudweiler im Spiegel, Nr. 38, September 1960

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Angelweiher Im Tierbachtal

 

November 1960

Das neu gebaute Eckbrunnenhaus wird eröffnet. Die Kleingaststätte Knubbe und das Spiel- und Schreibwarengeschäft Weiler-Rehbein ziehen in das neue Haus ein.[1]

[1] Dudweiler im Spiegel, Nr. 39, November 1960

 

Dezember 1960

In der Kantstraße wird eine neue ASKO-Filiale eröffnet.[1]

[1] Dudweiler im Spiegel, Nr. 40, Dezember 1960

 

04.12.1960

Neuwahlen zum Gemeinderat. Die Gemeinderatswahl vom 15.05.1960 wird für ungültig erklärt. Die neue Wahl brachte folgende Sitzverteilung im Dudweiler Gemeinderat:

CDU 7

SPD 9

DPS 6

DDU 4

SVP 2

Haus- und Grundbesitzer 3

 

15.12.1960

Die Theodor-Heuss-Schule in Herrensohr wird eingeweiht.

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Theodor-Heuss-Schule in Herrensohr