Salome Kootz / Peter Jurecka

 

 

 

Die "Dudweiler Zeitung"

 

- Geschichte und Analyse einer ehemaligen Lokalzeitung

 

 

 

Vorwort

 

 

 

Die Geschichte einer räumlichen Ansiedlung von Menschen - bezeichnet etwa als Dorf, Gemeinde oder Stadt - schlägt sich auch in der jeweiligen Form der Verbreitung von Nachrichten nieder. Geschah dies einst zum Beispiel durch einen bediensteten Aus­rufer mit Hilfe einer Schelle, so werden in unserer Zeit aktuelle Informationen mit sich rasch wandelnden technologischen Mitteln weitergegeben. Diese Veränderungen betreffen auch das nach wie vor beliebte Medium „Zeitung" - aber was hat sich nicht auch hier im Verlauf der letzten Jahrzehnte rasant in vieler Hinsicht ver­ändert!

 

Spazieren, hasten oder schlendern wir heute durch die Saarbrücker Straße in Dudweiler, richtet kaum jemand einen Blick auf das Haus Nr. 292. Nur noch die älteren Bürger werden sich beim An­blick des Schriftzuges „Dudweiler Zeitung", der über die ganze Breite des Hauses geht, an das dort einst erschienene Tageblatt erinnern. Es verbirgt sich hinter dieser Bezeichnung und den Mau­ern des Hauses ein wichtiger Bestandteil der lokalen Geschichte der bis 1974 selbständigen Gemeinde.

 

Salome Kotz - mit dieser ehemaligen Lokalzeitung familiär eng verbunden - und Dr. Peter Jurecka - Leiter der Volkshochschule Dudweiler - möchten diesen Aspekt der Vergangenheit vor dem Vergessen bewahren. Inhaltlich und stilistisch sieht der Aufbau eine in sich integrierte Zweiteilung vor: Die Autorin wird aus ihren persönlichen Erinnerungen berichten - auch im Schriftbild zu er­kennen an der kursiven Form. Der Autor wird diese Darstellungen in den allgemeinen historischen Kontext einrahmen und stichpro­benartig einige Jahrgänge der Zeitung aus verschiedenen Epo­chen grob nach Inhalt und Aufbau analysieren. Hierbei sollen ne­ben den überregionalen Ereignissen insbesondere auch lokale Bezüge hergestellt werden - etwa zur Politik, zur Kultur und zur jeweiligen Geschäftswelt.

 

 

 

Der Anfang

 

 

 

1888 kam mein Großvater, Johann Unterkeller, von Birkenfeld nach Dudweiler und gründete noch im selben Jahr dort eine Drukckerei. Er übernahm dabei auch eine Zeitung, den „Dudweiler An­zeiger", das amtliche Nachrichtenblatt für die Bürgermeisterei. Er benannte es sogleich um in „Dudweiler Zeitung".

 

In kurzem knappem Rahmen finden sich in Heft 1 der „Historischen Beiträge" alle die Daten, die für das Haus von Bedeutung waren.1)

 

 

 

Exkurs: Die „Dudweiler Zeitung" im Kontext der allgemeinen Presseentwicklung in der Saarregion

 

 

 

Als die „Dudweiler Zeitung" im Jahre 1888 - dem sogenannten Dreikaiserjahr - die pressehistorische Bühne der damals ja poli­tisch noch nicht fest umrissenen Saarregion betrat, befand sie sich im Einklang mit dem allgemeinen Medientrend dieser Epoche: Im Zeichen des Aufschwungs von Industrie, Handel und Gewerbe, eines aufstrebenden Bürgertums in einer nach dem Deutsch-Fran­zösischen Krieg 1870/71 und der Reichsgründung 1871 hierzu­lande friedlichen Phase, entwickelt sich eine - heute bekanntlich nicht mehr vorhandene - Pressevielfalt2). Als Ursprung des Pres­sewesens an der Saar gilt als ältestes Blatt die heutige „Saarbrüc­ker Zeitung", 1761 als „Allgemeines Wochenblatt" gegründet, seit 1861 unter dem jetzigen Namen. Insbesondere für die Zeit nach der Reichsgründung kann sie politisch als „nationalliberal" einge­ordnet werden.

 

Als weitere Beispiele für die damalige ideologische und lokale Pressevielfalt an der Saar seien für den Zeitraum bis zum 1. Welt­krieg noch aufgeführt: Ab 1884 erscheint die katholisch orientierte „St. Johanner Volks­zeitung". Unter dem konservativen Einfluß von Freiherr von Stumm er­scheint ab 1896 die „Neue Saarbrücker Zeitung". Die Interessen der damalig noch selbständigen und insbesondere durch die Stahlindustrie aufstrebenden Stadt Malstatt-Burbach vertritt seit 1883 die „Malstatt-Burbacher - Zeitung". Einen besonderen Einfluß auf unsere durch die Montanindustrie geprägte Region übt zum Zeitpunkt der Gründung der „Dudweiler Zeitung" insbesondere der seit 1871 zuerst einmal und später drei­mal wöchentlich erscheinende „Bergmannsfreund" als Organ der Bergverwaltung aus - natürlich mit den von dieser Seite aus zu erwartenden Nachrichten und Kommentaren etwa zu den vorerst noch zarten Regungen von Arbeitnehmerorganisationen oder spä­ter von härteren Streikbewegungen insbesondere der Jahre 1889­1891. Soweit hier eine sehr grobe Beschreibung der Presseszene an der Saar - wohlgemerkt hier nur bis zur Zeit vor dem 1. Weltkrieg, also im Gründungszeitraum der „Dudweiler Zeitung". Im folgenden soll versucht werden, die „Dudweiler Zeitung" in dem vielfältigen historischen Kontext von Gründungsbeginn 1888 bis zu ihrem Ende 1944 einzuordnen - insbesondere auch unter dem Blick einer der Zeitung familiär eng verbundenen Zeitzeugin.

 

 

 

Die „Kaiserliche" Epoche bis zum 1. Weltkrieg

 

 

 

In die Zwischenräume dieser Jahreszahlen, die wie Meilensteine entlang einer Chaussee stehen, will ich nun die sie füllenden Begebenheiten einfügen.

 

Gleich anfangs wäre zu erwähnen, daß die Druckerei noch bis 1913 im vollen Sinne des Wortes ein Handwerksbetrieb war, mit all den althergebrachten und damals noch gebräuchlichen Gepflo­genheiten. So wohnten zwei Gesellen, Ernst und Franz - ich weiß nur ihre Vornamen - auf dem Speicher der Druckerei, in zwei Kammern, doch nicht genug damit: Alle Setzer und Drucker wur­den von meiner Großmutter Katharina, sie war eine geborene Rup­penthal von der Mosel, verköstigt. In der Küche des Wohnhauses stand der lange Eßtisch. Drei Mahlzeiten trug die Frau Meisterin auf, und tat noch so, als meine Mutter, die Ehefrau ihres Stiefsoh­nes Arthur, ins Haus kam. Ja, und die junge Frau stellte dann, nachdem sie mit ihrem Mann alles gründlich durchgerechnet hatte, diese Plackerei ab. Gewiß, zunächst war die Großmutter nicht so ganz einverstanden. Sie war doch die Frau Meisterin, und es ge­hörte doch einmal dazu, daß sie sich in der Küche abmühte. ­Später war sie sicher mit der „neumodischen" Lösung zufrieden.

 

 

 

Die „Dudweiler Zeitung" des Jahres 1909 - also im 23. Jahrgang, und damit in der noch ungetrübten kaiserlichen Epoche Wilhelm II. - erscheint mit dem Untertitel „Allgemeiner Anzeiger für den Bürgermeistereibezirk Dudweiler" täglich außer an Sonn-und Fei­ertagen. In Redaktion, Druck und Verlag von Johann Unterkeller in Dudweiler beträgt ihr Umfang 4 Seiten, und das monatliche Abonnement kostet 70 Pfennige.

 

Auf der ersten Seite - allerdings nicht in der heutigen Form von sogenannten schlagzeiligen „Aufmacherartikeln" - erscheinen po­litische Nachrichten aus aller Welt (Rubriken „Wochen-Rund­schau", „Politische Rundschau") sowie Berichte über die „Kaiser­liche Gesellschaft" und dem Adel und sonstige außergewöhnliche Ereignisse, etwa Katastrophen. Auf derselben Seite befindet sich häufig auch der erste Teil einer meist gefühlvollen Fortsetzungs­erzählung - so in den Ausgaben ab Januar 1909 „Schicksale des Lebens", ohne Autorennennung.

 

Auch die zweite Seite wird gewöhnlich einmal von politischen und sonstigen Informationen geprägt, so etwa unter „Koloniales" oder „Heer und Flotte". Daneben findet auf dieser Seite oft der 2. Teil der Fortsetzungserzählung seinen Platz.

 

Auf der dritten Seite erscheinen unter „Lokales und Vermischtes" auch Nachrichten aus Dudweiler wie etwa die Ernennung von Bürgermeister Jost durch die Königliche Regierung in der Ausgabe vom 7.1.1909. Die Rubrik „Civilstand" berichtet über Geburten, Hei­raten und Sterbefälle in Dudweiler. (Individuelle Familienanzeigen in der heutigen Form sind selten.) Auch verschiedene weitere lokale Anzeigen, etwa Stellenangebote, werden auf diese Seite plaziert.

 

Stärker aber noch von Inseraten geprägt wird gewöhnlich die vierte Seite des Blattes: So etwa verkündet das Kleidergeschäft M. Kronenberger eine „Rabatt-Auszahlung"; ihre Waren und Dienstlei­stungen preisen an u.a. das Bierdepot Georg Pitz in der Scheidterstraße 24, das Hutgeschäft Hanau & Cie. am Markt, das Damen­konfektionsgeschäft Joseph Levy Wwe. am Markt oder der Schuh­machermeister Heinrich Fuhrmeister in der Provinzialstr. 215.

 

Einen interessanten Hinweis auf das damalige gesellige und kul­turelle Leben in Dudweiler bieten auch die Ankündigungen von Vereinstreffen etwa vom „Turner-Bund-Dudweiler“, der „Feuer­wehr-Kappelle-Dudweiler", vom „Deutschen Waffenbrüder- Verein-Dudweiler“ oder der Dudweiler Carnevals-Gesellschaft „Mir kenne uns beherrsche“ im Gasthaus Schade-Jost.

 

 

 

Die „Dudweiler Zeitung" im 1. Weltkrieg 1914-1918

 

 

 

1914 brach dann der Erste Weltkrieg aus. Mein Vater wurde ein­gezogen. Meine Mutter stand allein mit dem Betrieb. Sicher, sie kam aus einem Geschäftshaus in Colmar in Elsaß - aber das Ma­schinen-Geschäftshaus dort war eben kein Zeitungsbetrieb. Es ist ein anderes, im großen Stil Nähmaschinen und Fahrräder zu ver­treiben, als täglich von neuem, ich meine von Grund auf eine Zei­tung zu erstellen. Gewiß, die erste Seite, die politische kam als Matrize von der Neunkircher Zeitung. Jeden Morgen in aller Herr­gottsfrühe mußte diese Matrize vom Dudweiler Bahnhof, vom Zug abgeholt werden. Die Mater wurde sodann in der Stereotypie, in der Gießerei mit Blei ausgegossen und in den schon fertig umbro­chenen Satzspiegel eingefügt. Aber da waren doch noch die zwei­te, die dritte und die vierte Seite; die amtlichen Nachrichten der Bürgermeisterei, die eingesandten Artikel, die Anzeigen, die auf­genommen, gesetzt, zusammengestellt sein wollten. Es folgte schließlich die Weiterleitung der Bürstenabzüge ins Büro, wo Kor­rektur gelesen wurde. Und dann erst wurde der Umbruch erstellt, die Seiten zum Druck fertig gemacht. Es ist nur zu gut zu verstehen, daß sie froh war, daß von der Kommandatur Saarbrücken in re­gelmäßigen Abständen ein Visiteur nach dem rechten schaute, der jungen Frau eine Hilfe war. So kam er auch eines Tages, als ein Setzer mit hocherhobenem Setzschiff vor ihr stand und zu­schlagen wollte. Vater wurde daraufhin in die Heimat abgestellt.

 

Das war 1916.

 

 

 

Die Ausgaben der „Dudweiler Zeitung" des Jahres 1917 zeugen von einem wesentlich veränderten politischen und sozialen Klima im Vergleich zum vorherigen beispielhaft aufgezeigten Jahrgang 1909: Die Epoche des Kaiserreichs nähert sich ihrem Ende. Die letzte Phase des 1. Weltkriegs zeichnet sich unter großen Opfern der beteiligten Völker sowohl unmittelbar als auch hinter der Front ab.

 

Als „Amtliches Publikationsorgan für den Bürgermeisterei-Bezirk Dudweiler" - später während des Jahrgangs 1917 „Amtliches An­zeigen Organ" - zeichnet für Druck, Verlag, Schriftleitung und An­zeigenteil Artur Unterkeller verantwortlich. Die monatliche Abon­nentengebühr beträgt 85 Pfennige. Der Umfang von vier Seiten sowie die Erscheinungszeiten sind die gleichen wie beim vorher aufgeführten Jahrgang 1909.

 

Die erste Seite des für diese Epoche beispielhaft aufgeführten Jahrgangs der „Dudweiler Zeitung" wird - jetzt auch in Form von hervorragenden Schlagzeilen – von den aktuellen Kriegs­ereignissen ausgefüllt - so etwa unter den Rubriken „Kleine Kriegs­nachrichten" oder „Zur Kriegslage“. Als kurze Erinnerung an diese auch in der „Dudweiler Zeitung" dokumentierte Epoche: Der U-­Boot-Krieg strebt seinem Höhepunkt zu, die Kämpfe an der Westfront - insbesondere die Flandernschlacht - sind heftig, in Peters­burg herrscht Revolution, und die Vereinigten Staaten treten in den ersten Weltkrieg ein.

 

Zu besonderen Anlässen - hier Geburtstag Kaiser Wilhelm II. - wird die erste Seite des Blattes aber auch anders ausgestattet: Am 27.1.1917 erscheint das von Frau Hermann Röchling - Rupprechl, Wiesbaden, verfaBle Gedicht „Die deutschen Frauen an ihren Kai­ser".

 

Auf der zweiten Seite der Zeitung wird im Januar 1917 der erste Teil in dieser Ausgabe von "Die Vervehmte", historischer Roman von Otto v. Moser. abgedruckt. eine Fortsetzungserzählung, welche auf Seite drei weitergeführt wird. Neben sonstigen Nachrichten unter „Vermischtes" wirbt auf Seite zwei etwa der Dentist August Mohr, Markt 12. „zu Friedenspreisen" tür „Künstliche Zähne"; Bücklinge „zum billigsten Tagespreis" werden von Franz Louis Wwe. Saarbrückerstraße 320, angepriesen. Die dritte und vierte Seite des Blattes sind inhaltlich nicht durchgehend getrennt gestaltet. Teilweise wird auf der zweiten Seite die Fortsetzung der Erzählung von Seite zwei gedruckt: weitere Rubriken lauten etwa „Der amtliche deutsche Bericht" - Bericht von den Fronten, „Letzte Nachrichten". „Allerlei Nachrichten".

 

Insgesamt lassen die Nachrichten und Anzeigen des Blattes die verschärfte Lage des Kriegsjahres 1917 erkennen. Dies zeigt sich z.B. durch Bekanntmachungen über den Verkauf von Butter oder durch Verordnungen „betreffend die Versorgung der Bevölkerung mit Speisekartoffeln". Geworben wird etwa am 15.3.1917 für die Zeichnung von Kriegsanleihen: „Verwandelt Euer Geld in U-Boote, in Geschütze und Granaten, in Maschinengewehre und Patronen, und Ihr erhaltet das Leben unserer Helden an der Front!". Eine „Lebensmitteltafel" wird von der Bürgermeisterei Dudweiler unter dem Verwaltungschef Jost veröffentlicht. Die Schrecken des Krie­ges zeigen sich in der zunehmenden Anzahl von jungen Menschen in Todesanzeigen.

 

Das nach wie vor gesellige Leben dieser Epoche in Dudweiler spiegelt sich wider in Ankündigungen etwa eines Wohltätigkeits­konzerts des „Vaterländischen Frauenverein, Ortsgruppe Dudwei­ler" im Nassauer Hof oder der Jahresversaml1llung des „Vereins der Gefgelfreunde für Dudweiler und Umgebung". Eine wichtige Rolle in den Inseraten spielt wie überall im Kaiserreich nach wie vor der lokale Krieger-Verein. Auf die beginnende Epoche des Lichtspiels deuten Anzeigen vom „Zentral-Kinema".

 

 

 

Nach 1918 und die Völkerbundszeit bis 1935

 

 

 

Dudweiler war seinerzeit ein Dorf. Einer kannte den anderen. Es war eine Gemeinschaft. Dudweiler war aber auch ein Bergmanns­dorf, und Bergleute waren die ehemaligen Klassenkameraden meines Vaters. Erkannte sie alle. Stand er unter dem Tor des alten Hauses, wenn die Männer von der Schicht kamen, so rief er ihnen zu: „G'dach, mei Liewer, wie geht's der dann ? Was macht dei Fraa? Hann ihr schunn eier Bubbelche?" Er hatte für jeden ein gutes Wort. Und kam einer mit einer Todesanzeige für die Zeitung, dann war es nicht selten, daß er meinte: „Kumm, es is schunn gud. Das koschd nix." - Meine Mutter mußte alsdann die strenge Hand ha­ben, die zusammenhielt, so wie sie es in Colmar gelernt hatte. Und wie gut, daß sie aus dem Elsaß stammte und französisch sprach, war doch irgendwie die Verständigung erleichtert während der er­sten Nachkriegszeit mit dem französischen Ortskommandeur, der tagtäglich erst nach Einsicht in die zu erscheinende Zeitung sein Einverständnis zum Druck gab. Und wie gut auch, daß sie im Be­trieb blieb, starb doch mein Vater 1921. Sie stand wieder allein. Wie schon im Heft in den „Historischen Beiträge" erwähnt, heira­tete Mutter dann 1922 im Dezember Fritz Blankenburg.

 

 

 

Die „Dudweiler Zeitung" im Jahr 1923 - 36. Jahrgang - erscheint als Amtliches Anzeigen-Organ für den Bürgermeisterei-Bezirk Dudweiler" unter Federführung von Druck und Verlag, Schriftlei­tung und Anzeigenteil von E. Unterkeller (Ab Februar 1923 zeigt für Schriftleitung und Anzeigenteil verantwortlich Fritz Blanken­burg , Dudweiler.). Bezeichnend für diese Epoche - politisch unru­hige Zeiten - lautet ein Zusatz im Kopf der Zeitung: „Bei Streiks oder sonstigen Störungen durch höhere Gewalt können Ersatzan­sprüche nicht berücksichtigt werden". Das Blatt erhebt für ihre Abonnenten bei einem 4-Seitenumfang-und einer täglichen Er­scheinung - außer Sonn-und Feiertagen - ab Februar 1923 eine monatliche Gebühr von 2 Franken.

 

Als Beispiel für den Januar 1923 heißen in der 4-seitigen „Dud­weiler Zeitung" auf der ersten Seite die Rubriken etwa „Aus Westdeutschland", „Aus dem Saargebiet", „Aus Nah und Fern", „Loka­les und Allgemeines" oder „Vermischtes". Die uns heute bekannte Form von großzeiligen Schlagzeilen gewinnt zunehmend an Be­deutung, wie auch die Darstellung von Fotos.

 

Eine wichtige Position im Nachrichtenteil dieser ersten Seite neh­men etwa im Januar 1923 und danach die Ruhrbesetzung durch die Franzosen ein, als Folge von Reparationsansprüchen gemäß des Versailler Vertrags.

 

Im selben Monat des Jahres befinden sich auf der zweiten Seite überlokale politische Informationen und meist auch der Fortsetzungsroman „Liebe erweckt Liebe" von H. Courths-Mahler.

 

Die dritte Seite des Blattes werden gewöhnlich von einem Ge­misch von überlokalen und örtlichen Nachrichten sowie Inseraten eingenommen. Neben den Rubriken „Deutscher Reichtag", „Poli­tische Tagesschau" erscheinen lokale Informationen etwa zur Sit­zung des Gemeinderates Dudweiler oder Versammlungsankündi­gungen der „Vereinigte Fuhrleute" Dudweiler-Herrensohr oder vom „Gartenbau-Verein-Dudweiler".

 

Das „Zentral-Kino" kündigt seine Programme an, und Hermann Eisenbeis, Saarbrücker Straße 223, empfiehlt seine Lastwagentransporte, ebenso wie Heinrich Kausch, Schwänzelstr. 24, sein Fuhrwerk.

 

Das Spezialhaus für Haus- und Küchengeräte Luise Wolf Erben, Dudweiler, am Markt wirbt in diesem Jahr ebenso wie die „Ge­werbliche Privatschule Dudweiler" der Damenschneidermeisterin Käthe Otto, in der Saarbrückerstr. 123, mit ihrem Kursusangebot „Zuschneiden mit Verarbeitungslehre".

 

 

 

Es setzte dann eine Bauperiode ein. Auf die Waschküche im Hof wurden zwei Büros aufgesetzt. Ein Papierhaus wurde gebaut, das alte Wohnhaus abgerissen, das große Vorder- und Geschäftshaus an seine Stelle gesetzt. Eine Rotationsmaschine aus der Schweiz besorgte in zwei Stunden Laufzeit, wofür vorher die Schnellpres­sen die doppelte Stundenzahl benötigt hatten. Der Betrieb blühte, als Fritz Blankenburg am 17.1.1926 mit dem Auto tödlich verunglückte. Und wieder stand Mutter allein. Hilfe wurde ihr von ihrem Schwager, dem Gemeindebaumeister Heinrich Otto zuteil. Hilfe nicht nur im Aufbau der Akzidenzdruckerei, sondern er bot auch männlichen Schutz, der damals vonnöten war. Wohl traf un­ser Land, das Saargebiet, das unter französischer Oberhoheit stand, die Wirtschaftskrise im „Reich" und die daraus sich entwic­keInden Unruhen nicht in voller Härte. Aber die Auseinanderset­zungen zwischen „Nationalen" und „Internationalen" waren darum nicht weniger kraß; Auseinandersetzungen, die auch in der Zeitung einen Kampfplatz suchten. Als über- oder unparteiisches Organ war man doch verpflichtet, die eingesandten Ankündigungen so­wohl von der einen als auch von der anderen Seite zu bringen. Diese Verpflichtung wurde zum Zwang ausgebaut: Mutter wurde mit einem Messer bedroht, als sie sich weigerte, einen Artikel an­zunehmen. Es war eine schlimme, eine schwere Zeit damals, von der wir uns heute wohl kaum noch einen rechten Begriff machen können. Zusätzlich stand auch die Rückkehr der Saar zum „Reich" an. Im Winter 32/33 demonstrierten die „Internationalen" jeden Abend: Hungerdemonstrationen. „Was habt ihr?" gellte es.„Hun­ger" schrieen sie. Berittene Polizei war eingesetzt. Und im Redak­tionsbriefkasten an der Haustür fanden sich jeweils am darauffol­genden Morgen Pamphlete übelster Art, so „Jauchepumpe", „Ihr landet auch noch auf dem Marktplatz" usw. Nach Einbruch der Dunkelheit ließen wir die Rolläden zur Straße zu runter und hielten uns nur noch in dem Raum nach dem Hof zu auf.

 

Der Betrieb beschäftigte zu dieser Zeit um die dreißig, fünfunddreißig Arbeiter und Angestellte. Und doch fühlten sich alle wie in einer großen Familie. Der Meister wohnte mit Frau und Kindern in Vorderhaus. Und wenn abends nach Büroschluß, nach Redaktionsschluß, noch eine Todesanzeige einging, er setzte sie, damit sie am darauffolgenden Tag erschien. Aber nicht nur der Meister stand zu seinem Betrieb, alle vom Schweizer Degen bis zum jüngsten Lehrbub fühlten sich zuge­hörig zum Hause. Selbstredend waren auch alle gut bezahlt, die Löhne entsprechend ihrer Leistungen nicht nur tariflich, sondern übertariflich, angesetzt - eben entsprechend ihrer Leistungen. Und an Weihnachten beschenkte sie Mutter: Die Männer bekamen ein ansehnliches Geldgeschenk, die Frauen nützliche Dinge für die Aussteuer. Nein, Weihnachtsgeld oder den 13. Monatslohn gab es damals noch nicht. War das doch erst Anfang der 30iger Jahre. - So ist zu begreifen, daß sie alle langjährig bei der Dudweiler Zeitung arbeiteten. Der Meister, der Setzer, ein Maschinensetzer, die Bürodamen, alle waren über zwanzig Jahre im Betrieb. Und ebenso ist zu verstehen, daß die „Dudweiler Zeitung" ungeachtet von Streiks, unberührt von sonstigen üblen Machenschaften er­schien. Und als endlich im Jahre 1934 die Abstimmung immer näher rückte, die Sozialdemokraten und Kommunisten von den Nationalsozialisten zu Vaterlandsverrätern abgestempelt wurden, da ruhte meine Mutter nicht eher, bis ihre Leute in die „Deutsche Front" eintraten, dort quasi geschützt waren, sie unbehelligt blie­ben.

 

 

 

Die „Dudweiler Zeitung" im Jahre 1934 als - so der Untertitel ­„Amtlicher Anzeiger für die Bürgermeisterei Dudweiler - Tages­ und Anzeigenblatt für Handel und Gewerbe" erscheint etwa am 4.1.1934 - wie auch sonstige regionale Blätter dieser Zeit, wie die Saar-Zeitung des Kreises Saarbrücken, das Dillinger Tageblatt oder die Saarbrücker Zeitung - als Organ der „Deutschen Front" (es ging darum französische „Kolonie" zu bleiben oder nach Deutschland zurückzukehren) zu den bisherigen Wochentagen zu einem monatlichen Abonnementspreis von 7,60 Franken. Der Um­fang beträgt nunmehr 6 Seiten mit einer 4-seitigen Samstag-Bei­lage mit Themen aus „Unterhaltung, Wissen, Kunst".

 

Eine Aufteilung von Rubriken auf jeweils bestimmte Seiten läßt sich nur ansatzweise feststellen. Inhalt der ersten Seite sind - meist schlagzeilenförmig - politische und sonstige Ereignisse, etwa zur großen Bergwerkskatastrophe in der Tschechei im Januar 1934. Die jeweilige erste Seite erhält die „Dudweiler Zeitung" - wie schon erwähnt - nach wie vor als „Mater" von der Neunkircher Zeitung (nebenbei ein Witz aus dieser Zeit: „Die deutsche Presse ist ein großer Baum mit vielen gleichen Blättern.") Jedenfalls: Die Pres­sefreiheit war gestorben. In der Ausgabe etwa vom 30.1. dieses Jahres wird die gesamte erste Seite ausgefüllt mit dem euphorischen Rückblick auf „Ein Jahr deutscher Sozialismus" ­eine Abbildung von Adolf Hitler inklusive. Auch die zweite Seite wird von überregionalen Nachrichten aus Politik und Wirtschaft eingenommen; wie in allen „gleichgeschalteten" Zeitungen dieser Epoche ist der ideologische Unterton in Richtung Nationalsozia­lismus unverkennbar.

 

Die Rubrik „Aus der Heimat" auf der dritten Seite berichtet u.a. auch aus Dudweiler, etwa über hiesige Verkehrsunfälle. Im Januar des Jahres nimmt hier meist auch der Fortsetzungsroman „Die blaue Extrapost" von A. von Sazenhofen seinen Platz ein.

 

Die folgenden Seiten vier bis sechs behandeln Bereiche wie Kultur, Reisen, kleinere Anekdoten mit unterschiedlichen Themen, Rundfunkinformationen, politische Aufrufe, Todes-, Vereins-und Ge­schäftsanzeigen. Typische Rubriken in diesem Erscheinungsjahr lauten - unabhängig von der Seitenplazierung – „Die Frau und ihre Welt", „Aus nah und fern" und „Sport und Turnen".

 

 

 

NS-Zeit und 2. Weltkrieg

 

 

 

Nach 1935 wurde der „Dudweiler Zeitung" das Prädikat „Meister­betrieb "zuteil. Und diese Auszeichnung neben der Tatsache, daß es einen schuldenfreien, blühenden Familienbetrieb betraf, sollte sich in der Folgezeit denkbar unangenehm auswirken. Mutter ge­hörte nicht der NSDAP an und auch keinem sonstigen parteilich ausgerichteten Verband, was wahrscheinlich maßgeblich dazu beitrug, daß man von der Partei aus eine Jagd auf die „Dudweiler Zeitung" begann. Nichts blieb unversucht, um meiner Mutter den Betrieb aus den Händen zu schlagen. Aber auch nichts ließ meine Mutter unversucht, um den Betrieb zu halten. Sie konnte in Erfah­rung bringen, daß die „Nachfolger" für den Betrieb schon benannt sind. Mit diesem Wissen um die Machenschaften reiste sie endlich im März 1943 nach Berlin zum Reichsleiter für das Zeitungswesen, Amann, konnte sie den bösen Plan endgültig durchkreuzen.

 

Während des Krieges, als Saarbrücken zum ersten Mal geräumt war, wurden, ich weiß nicht wie viel Exemplare der Zeitung, an die Westfront geliefert, jeden Morgen von meiner Mutter in die evaku­ierte Stadt gefahren, dort von einem Soldaten übernommen. Auch nicht gerade ein angenehmes Geschäft, wenn man dabei einen an einer Laterne aufgehängten Soldaten entdeckt, etikettiert mit einem Schild, das ihn als Plünderer auswies.

 

 

 

Die „Dudweiler Zeitung" zu Beginn des Jahres 1941 - also 6 Jahre nach der „Rückkehr ins Reich" und im 3. Weltkriegsjahr - und somit im 54. Jahrgang erscheint als „Amtlicher Anzeiger für die Bürger­meisterei Dudweiler" und „Tage- und Anzeigenblatt für Handel und Gewerbe" täglich mit Ausnahme von Feiertagen zu einem monat­lichen Zustellpreis von 1,40 Reichsmark. Das Impressum lautet: „Schriftleitung und verantwortlich für den Anzeigenteil Friederike Emma Blankenburg. Dudweiler-Saar. Druck und Verlag A. Unter­keIler, Adolf-Hitler-Str. 292".

 

Auf den ersten beiden der insgesamt sechs Seiten dominieren Nachrichten von zu diesem Zeitpunkt für das Deutsche Reich ja noch günstigen Kriegsszene - die USA und Sowjetunion sind noch nicht einbezogen, die „Blitzkriege" längst gewonnen, und auch das deutsche Afrikakorps kann 1941 noch siegessicher sein. Weitere Nachrichten - versehen mit Schlagzeilen und Fotos: Aufrufe etwa wie „Des Führers Dank an die Heimat", Ordensverleihungen, Un­glücksfälle, Hinrichtungen, sonstige überregionale Ereignisse. Die Rubrik „Nachrichten aus unserer Heimat", meist auf der dritten Seite dieses Jahrgangs, bringt nur selten auf Dudweiler bezogene lokale Informationen. Zu erfahren sind etwa die „standesamtlichen Nachrichten der Bürgermeisterei Dudweiler", das Programm zum Tag der Deutschen Polizei in Dudweiler am 16.2.1941 auf dem „Platz der Deutschen Front", eine Empfehlung des „Bundes Deutscher Film-Amateure e.V. Dudweiler" für den „nationalen" Film „In Treue stark" oder der Bericht zur Jahreshauptversamm­lung des Gartenbauvereins Dudweiler im Februar 1941. Zu Wort kommt auf dieser Seite auch Gauleiter Joseph Bürckel in seiner Neujahrsansprache. Die weiteren Seiten des Blattes sind bunt ge­mischt mit dem Geist der Zeit entsprechenden Fortsetzungsroma­nen - so „Mutter ohne Myrtenkranz" von Charlotte Halang -, An­sprachen etwa von Dr. Goebbels an das deutsche Volk, heroischen Kriegsberichten wie „Mit dem Weihnachtsschiff nach Norwegen", Kommentaren von Unterzeichnern nur mit ihren Anfangsbuchsta­ben sowie Nachrichten von Sport, Reisen, Mode oder Haushalt. Engere auf Dudweiler bezogene lokale Bezüge zeigen sich in Form von Todesanzeigen, Stellenangeboten und Kinoanzeigen ­so die Filme „Mädchen in Weiß" im Zentral-Kino oder „Da hinten in der Heide" in der Scala. Im Gasthaus Högel in der Bahnhofstraße kündigt der Gartenbauverein Dudweiler seine Herbstversamm­lung an, und im Evangelischen Gemeindehaus wird am 2.10.1941 in einer öffentlichen Kundgebung der beiden NSDAP-Ortsgruppen Pg. Kunz anläßlich des Kreistages der Partei als Sprecher auftre­ten.

 

Im Vergleich zu früher sind geschäftliche Anzeigen seltener ge­worden - eher wird unabhängig von einzelnen Häusern für Pro­dukte, wie Zigaretten, geworben. Bei L. Schuler - gegenüber dem Rathaus - können gegen Bezugscheine Winterkartoffeln erworben werden; das Reinigungsgeschäft Printz, Adolf-Hitler-Straße 267, wirbt mit dem Motto „Bei PRINTZ gereinigt schön ... wie neu!"; „Verdunkelungs-Rollos nach Maß" vertreiben Weller & Lorenz, Adolf-Hitler-Straße 328. Eine wichtige Information in dieser Zeit auch: die Ausgabestellen von Lebensmittelkarten.

 

 

 

Am 31.07.1944 ging hinter dem Betriebsgelände ein amerikani­scher, viermotoriger Bomber mit voller Luftminenlast nieder. Die großen Fenster in der Hand-und Maschinensetzerei wurden zer­trümmert, das Glas mit den Lettern aus den Setzkästen hochge­wirbelt, in einem wilden Durcheinander über den großen Raum gestreut. Die Wand zwischen Maschinensetzerei und Aufmachung eingedrückt. Unten in der Druckerei waren sämtliche Walzen der Druckmaschinen mit Glasscherben der Fenster gespickt. Zwei Wochen lang erschien keine Zeitung -es wurde nur aufgeräumt.

 

 

 

Ende einer lokalen Zeitungsepoche

 

 

 

An Weihnachten 1944 wurde dann der Druck der „Dudweiler Zei­tung" eingestellt. Daß das ein endgültiges '“Aus" sein sollte, hätte damals noch niemand geglaubt.

 

Zunächst aber das Kriegsende und sein Danach: Als einzige ein­satzbereite Druckerei im Saarland wurde der Betrieb der „Dudwei­ler Zeitung" alsdann von den Amerikanern mit Beschlag belegt. Die Gruben wurden von einem amerikanischen „Engeneertroop" verwaltet.

 

Die Amerikaner wurden von Franzosen abgelöst. Die Drucksachen erschienen sodann in französischer Sprache. Wir an der Saar gehörten wieder einmal zu Frankreich. Das war 1947 nach der Ab­stimmung im November. Und so dunkel wie dieser Monat ist, ge­staltete sich die Zukunft für die Altverlage im Saarland, die keine Lizenz für ihre Zeitungen erhielten. Wie meinte Dr. Nikolaus Fon­taine, Zeitungsverleger in Saarlouis, damals so richtig zu seinem Klassenkameraden Johannes Hoffmann: „Nicht wahr, Johannes, wenn du Bierbrauer wärst, dann gäbe es ein Hoffmannsbräu und unsere Zeitungen dürften erscheinen.“ Dr. Fontaine wurde mit der Drohung, daß sein Betrieb geschlossen und er ausgewiesen würde, zum Schweigen gebracht, praktisch lahmgelegt. Sieben Eingaben gingen an die Regierung, Bittschriften um Lizenzen für die Altver­lage. Initiator war der Verlag der „Dudweiler Zeitung". Mutter war ja das Kämpfen gewöhnt, sie hatte die dazu nötige Langmut. Aufdiese sieben Eingaben bekamen die Verleger nicht einmal eine Antwort.

 

Und als nach 1955 dieses Monopol aufgehoben war, da waren die Unternehmer der Altverlage finanziell ausgeblutet.

 

Der Betrieb der „Dudweiler Zeitung" und die Druckerei wurden im Sommer 1955 an die SPO verpachtet, die Maschinen an sie ver­kauft.

 

Was dann geschah, ist in Heft 1 der „Historischen Beiträge", er­schienen 1989, nachzulesen.

 

 

 

Geblieben von dem Verlag ist lediglich am Vorderhaus der Titel „Dudweiler Zeitung" in großen Metallettern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anmerkungen

 

 

 

1)    "Historische Beiträge aus der Arbeit der Dudweiler Geschichtswerkstatt", 1989.

 

 

 

2)    Als Quelle hierzu u.a .. Das Saarland -politische, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung, 1989, Hrsg.: Saarland -Der Chef der Staatskanzlei, Landeszentrale für politische Bildung, -----s. 94 ff ("Medien").

 

Aus technischen Gründen konnte der vorstehende Artikel nur als Text dargestellt werden. Wenn Sie ihn komplett mit Fotos sehen wollen, klicken Sie bitte die folgende PDF-Datei an.