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| Pfarrbuch Barthels |
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Aus dem Grußwort des Vorsitzenden des Presbyteriums der Evangelischen Kirchengemeinde Dudweiler/Herrensohr, Pfarrer G. Manfred Culmann:„Ein spannendes Buch – eine Zeitreise 300 Jahre zurück in die Geschichte des Ortes Dudweiler und der benachbarten Täler; denn so groß war damals der Aufgabenbereich des Pfarrers Johann Christian Ludwig Barthels. Eine Zeitreise, die einlädt, Menschen zu sehen mit ihren Aufgaben und Gaben, mit ihren Grenzen – bestimmt von der Geschichte ihrer Zeit und selber Geschichte schreibend. Ein aktuelles Buch, weil die Aufgaben des Pfarrers wie auch die Interessenkonflikte zwischen Gemeindeleitung, dem Presbyterium, und den Pfarrern damals und heute ähnlich sind. … Gott dient den Menschen im Wort Gottes, das weiterführt und tröstet. Gott dient uns, in dem er uns seine Nähe schenkt im Abendmahl, im Segen. Gott dient uns, in dem er uns begleitet durchs Leben, durch die Zeit, zur Ewigkeit. Auch davon legt dieses Buch, das die handschriftlichen Aufzeichnungen von Pfarrer Barthels jedem interessierten Leser erstmals allgemein zugänglich macht, Zeugnis ab. Damit wird zugleich eine Arbeit zu Ende geführt, die Pfarrer Hertel bereits vor mehr als 50 Jahren initiiert hat, wie dies das Nachwort näher erläutert.“ Aus dem Nachwort:
Im Nachwort zur Veröffentlichung schreibt Wolfgang Lehnert, durch den die „Übersetzung“ der Handschrift von Pfarrer Barthels erst möglich geworden ist: „ Die Übertragung des Pfarrbuches von Christian Ludwig Barthels in die heute vorliegende Form hat eine lange Entstehungsgeschichte. 1951 bittet mich Herr Pfarrer Hertel, mit der Abschrift des Originals zu beginnen. Im September dieses Jahres gelingt das bis Seite 93. Warum das Vorhaben nicht weitergeführt wurde, weiß ich nicht mehr. Doch der Wunsch bleibt lebendig, denn Pfarrer Hertel fragt in einer beigefügten Notiz: „ Ob bis zur Jahrtausendfeier Dudweilers 1977 die Kollationierung vollständig und genau vorgelegt werden kann?“ Dieser Wunsch bleibt unerfüllt, und im Juli 1970 zweifelt er: „Ruppersberg (Geschichte von Dudweiler) und Lichnock konnten die Schrift Barthels noch lesen, heute aber können selbst Pfarrer die deutsche Schrift nicht mehr lesen.“ Im Juni 2007 sprechen mich die Herren Friedrich Meier und Werner Zimmer von der „ Dudweiler Geschichtswerkstatt“ an, ob ich nicht die 1951 begonnene Abschrift weiterführen könnte? Man plane eine Herausgabe des Pfarrbuches. Nach 56 Jahren soll ich eine begonnene Arbeit vervollständigen! Eine solche Chance erhält man nicht zweimal. Also sagte ich sofort zu, nicht ahnend und nicht überschauend, welch einen Arbeitsaufwand das auslösen soll. Wer schreibt den schon 1951 übertragenen Teil so ab, dass am PC gearbeitet werden kann? Die Herren Zimmer und Gerhard Wahl wollen sich die Arbeit teilen. Derweil übertrage ich wie vor langer Zeit Seite um Seite des 2. Teiles Wort für Wort und Satz für Satz handschriftlich in A4–Hefte und die Herren Meier und Wahl übertragen die Texte in eine pc-gerechte Form, mit denen dann am Rechner weitergearbeitet kann. Nun ist das Abschreiben von Handschriften, sei es die eigene oder eine andere, stets eine hohe Heraus-forderung zur Fehlervermeidung. Also muss eine doppelte Korrektur sein: vom Original zur Abschrift, von der Abschrift zum Original, zur Quelle. Es ist sehr langwierig und zeitaufwendig, eine Abschrift zu erstellen, die dem Leser von heute das Original so korrekt und verständlich wie möglich darbietet. Denn es kann sich ja nicht um eine Abschrift eins zu eins handeln. Der Verfasser des Pfarrbuches ist ein Mensch der Barockzeit, vor mehr als 300 Jahren geboren, hat in der Schule Latein als seine Hauptsprache gelernt. Sein Deutsch ist für ihn eine Gebrauchssprache, die nicht im Stande ist, das auszudrücken, was er vielfach sagen will. Also ist sein Deutsch mit einer Fülle von damals geläufigen und gebräuchlichen lateinischen Vokabeln durchsetzt, die heute als veraltet gelten, ja teilweise ihren Sinn und Bedeutung für uns heute sehr verändert haben. Dann gilt es noch zu beachten, dass die schriftliche Darstellung, die Schreibweise völlig frei ist. Jeder schreibt so, wie er es für richtig und angemessen hält. Es gibt keinen „Duden“, die Zeichensetzung folgt meist dem Sprachfluss, und der ist bei barocken Herren oft so frei fließend wie die barocke Haarpracht. So ist es nicht verwunderlich, dass Pfarrer Barthels als gelehrter Theologe in seinen Berichten über gehaltene Synoden und Consistorialtreffen, über stattgefundene theologische Diskussionen seine Fachsprache Latein benutzt, und das geschieht reichlich. Daher helfen beim Übertragen dieser Texte nur profunde Fachkenntnisse im Lateinischen. Die hat Herr Studiendirektor Gerd Wollbold, Saarbrücken, auf meine Bitte, in reichem Maße eingebracht. Er hat sich mit seiner abwägenden Gründlichkeit, mit seinem Eifer für die Korrektheit sehr verdient gemacht.“
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Pfarrbuch Barthels
